Katholische Kirche

in Mettmann

Mettmann, den 26.06.2016 Erzbistum Info-Blatt Pfarrbrief

Die Kirchengemeinde St. Lambertus


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Die Geschichte von St. Lambertus ist eng mit der Geschichte und Entwicklung der Stadt verbunden. Im Jahr 904 schenkte König Ludwig dem Stift Kaiserswerth eine bereits in Medamana = Mettmann vorhandene Kapelle, die dem Heiligen Lambertus geweiht war.

Lambertus war Bischof des Bistums Tongeren-Maastricht. Er hatte im Dorf Lüttich eine Residenz mit einer Taufkapelle. Dort wurde er, an einem 17. September, ermordet. Das Jahr ist leider unbekannt (zwischen 696 und 705). Zunächst wurde er in seinem Familiengrab in Maastricht bestattet. Da viele Pilger nach Lüttich kamen, um den Märtyrer an der Stelle seines Mordes zu verehren, beschloss sein Nachfolger Bischof Hubertus den Körper des Lambertus nach Lüttich zu überführen und dort zu bestatten. So ist das Dorf Lüttich zu einer wichtigen Pilgerstadt erblüht, und um 800 der neue Sitz des Bistums geworden.

Von der im 12. Jahrhundert erbauten großen romanischen Kirche existieren heute noch der Turm, vier Glocken und das Taufbecken. Im 15. Jahrhundert wurde der romanische Chor der Kirche abgerissen und durch einen neuen Chor im gotischen Stil ersetzt.

Die Gemeinde vergrößerte sich in den folgenden Jahren und so beschloß der Kirchenvorstand 1872 den Neubau der Kirche. Jedoch konnte durch die Wirren der Zeit erst 1881 mit dem Bau des neuen Gotteshauses begonnen werden. Am 28.1.1883 wurde der erste Gottesdienst in der neu erbauten neugotischen Kirchen durch Pfarrer Caasmann gehalten.

1956 erfolgte eine Renovierung der Pfarrkirche. Die neugotische Einrichtung wurde einer neuen Sachlichkeit geopfert und die vorhandenen Teile der neugotischen Bemalung wurden überstrichen. Die Figuren aus dem Hochaltar gingen in Privatbesitz, der Korpus des Triumphkreuzes, dass die Kirche anläßlich des Silbernen Papstjubiläums Leo XIII. 1902 erhalten hatte, fand nach einigen Jahren einen Platz auf dem Klosterfriedhof der Zisterzienser im Kloster Langwaden. Durch die unter dem Markt getriebenen Luftschutzstollen zeigten sich in den 70iger Jahren starke Veränderungen im Gewölbe der Kirche und so mußte eine Generalrenovierung erfolgen. So zog die Gemeinde von 1976 bis 1978 in das gerade fertig gestellte Pfarrzentrum als Notkirche. Bei den Renovierungsarbeiten übernahmen die Kirchenmaler die Ausmalung anhand der Spuren der Erstbemalung. 1982 kehrten die Figuren aus dem Hochaltar und 1994 der Korpus des Triumphkreuzes, der neue Holzbalken erhielt, in die Kirche zurück. 1995 erhielt St. Lambertus zwei neue Glocken, die Friedensglocke und eine Freudenglocke, die heute neben den vier restaurierten Glocken aus der romanischen Kirche hängen. Trotz aller Renovierungsarbeiten der Jahre hat die Kirche bis heute nichts von ihrem historischen Glanz verloren.

Die Kirche ist dienstags bis sonntags von ca 9 bis 18 Uhr bzw. bis nach den Messen geöffnet. Hier besteht die Möglichkeit, die Kirche und Ihre Kunstgegenstände von innen zu betrachten, einfach zur Ruhe zu kommen oder in der Stille zu beten. Bitte beachten Sie, dass die Kirche bei Abwesenheit der Küster, bzw. Wartungsdiensten und Sonstigem geschlossen ist.

Weitere Informationen über die Gemeinde und die Kirche erhalten Sie am Schriftenstand in einem Kirchenführer, der zum Preis von 2,50 € dort erworben werden kann.