Kirche St. Judas Thaddäus

St. Judas Thaddäus (c) ce@ernserbild.com

Um 1900 prägte vor allem die Landwirtschaft die Honschaft Ob- und Niederschwarzbach.

Etwa 260 von ihnen waren damals katholisch. Um den Gottesdienst besuchen zu können, mussten die Landbewohner und Bauern damals den langen Weg nach St. Lambertus in Mettmann zu Fuß gehen oder mit Pferd und Wagen fahren.

Durch die steigende Zahl der Katholiken wurde im Jahre 1906 eine katholische Schule gebaut, sodass die Kinder der Honschaft nicht mehr nach Wülfrath oder Mettmann zur Volksschule gehen mussten. Zugleich wurde der Wunsch nach einer eigenen Kapelle immer größer.

Als zunächst der Kirchenvorstand mangels Geld dagegen stimmte, wurde ein Kirchenbauverein gegründet, um Geld zu sammeln. Nachdem weitere Spenden gesammelt worden waren sowie durch eine Bezuschussung des Erzbistums Köln von 8500 Reichsmark konnte die Kapelle gebaut werden.

Die Pläne dafür stammen vom Architekten M. Keuchen aus Aachen. Die Bauausführung lag bei der Firma Rademacher aus Wülfrath. Zusätzlich Unterstützten die Bewohner den Bau ihrer Kapelle tatkräftig.

Die Kirche wurde als neugotische Hallenkirche mit Ziegelsteinmauerwerk, Satteldach und Glockenturm errichtet.

Nach der Fertigstellung konnte die Kapelle am 24. November 1907 feierlich durch Pfarrer Josef Döhmer eingeweiht werden. Es folgten weitere Ausstattungen wie Herz-Jesu sowie Marien Figur, Kreuzweg, Harmonium sowie im Jahre 1982 ein Tabernakel. Dieser ermöglichte es erst nach 75 Jahren die Aufbewahrung des Allerheiligsten in der Kirche. Diesem ging allerdings ein langer Weg voraus. Der damalige Kardinal Joseph Höffner schrieb einen Brief an Papst Johannes Paul II. mit der Bitte, das Allerheiligste in der Kirche aufbewahren zu dürfen. Der Bitte wurde entsprochen, jedoch gab es drei Auflagen zu erfüllen:

Das ewige Licht muss brennen, einmal in der Woche muss die heilige Messe gehalten werden sowie der Schlüssel zum Tabernakel muss sorgfältig bewahrt werden.

Einer Bitte der heute noch gerne von den Obschwarzbachern nachgegangen wird.

Im Jahre 2005 fand der Weltjugendtag in Köln statt. Auch in Obschwarzbach waren Jugendliche aus verschiedenen Ländern untergebracht und versammelten sich zum Gebet und zur heiligen Messe in der Kirche.

Im Jahre 2007 feierte die Kirche St. Judas Thaddäus ihre 100 Jahr Feier.

Zu diesem Anlass wurden alle ehemaligen prägenden Geistlichen an St. Judas Thaddäus eingeladen (leitender Pfarrer war zu dieser Zeit Monsignore Winfried Motter) sowie Kardinal Meisner aus Köln. Zu den Feierlichkeiten waren auch die lokalen Vertreter der Politik, sowie Vertreter der lokalen Behörden und alle Gläubigen der Stadtpfarreien eingeladen.

In einem großen Festzelt wurde im Anschluss an eine beeindruckende Festmesse auf dem Platz hinter der Kirche gefeiert.

Auch Kardinal Meisner feierte mit den Obschwarzbachern und suchte das persönliche Gespräch mit den Gemeindemitgliedern. Besonders hervorzuheben ist,  dass auch dieses Fest wie viele  unzählige andere Anschaffungen für die Gemeinde aus Spenden der Obschwarzbacher finanziert wurde.

Im Zuge der Fusion der Mettmanner Pfarrgemeinden am 01.01.2012 ist die Kirche St. Judas Thaddäus auch eine eigene Gemeinde vor Ort.

Zuvor war sie unter der Mutterkirche St. Lambertus gebaut worden und später mit der Entstehung der Gemeinde Heilige Familie dieser als Filialkirche zugeteilt worden.

Heute gehört die Gemeinde St. Judas Thaddäus zu einer sehr lebendigen katholischen Kirche im Stadtgebiet.

Besonders unterstürzt wird diese dabei vom Ortsausschuss St. Judas Thaddäus.

Dieser Ausschuss besteht aus dem leitenden Pfarrer sowie 7 Gemeindemitgliedern.

Der Ortsausschuss ist erster Ansprechpartner vor Ort und soll sich bei regelmäßigen Treffen um ein lebendiges Leben vor Ort kümmern. Er organisiert die Feste und Veranstaltungen rund um die Kirche, plant und führt verschiedene Baumaßnahmen durch und beteiligt sich an der Umsetzung für  ein christlich orientiertes Gemeindeleben.

 

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Kontakt: Ortsausschuss-JT-Obschwarzbach@web.de 

Pfarrei St. Lambertus

Pfarrbüro

Kreuzstraße 10
40822 Mettmann

 

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Mo-Do: 9-12 und 15-18 Uhr
Fr: 9-12 Uhr

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Fr, 28.12.: 10-12 Uhr

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